top of page
Adventssingen der Bolsterner Chöre

 

„Ich wünsche uns eine unterhaltsame Stunde voller Musikgenuss und Einstimmung auf die kommenden Festtage der Geburt des Herrn“ war der Wunsch von Pfarrer Shinto Kattoor bei der Einführung zum Adventssingen der Bolsterner Chöre am Nachmittag des 4. Advent. Sein Wunsch ging mehr als in Erfüllung. Die zahlreichen Besucher, die die St. Gallus-Pfarrkirche bis auf den letzten Platz füllten, erlebten eine kirchenmusikalische Stunde, die bewies, dass die Corona-Zwangspause der vielfältigen chorischen Arbeit in Bolstern nichts anhaben konnte.

 

Das Konzert stand ganz im Zeichen des Wunsches nach Frieden. „Wir reichen uns die Hände für den Frieden“ des Liedermachers Detlev Jöcker war dann auch die gemeinsame Eröffnung, des Kinderchores, des DeJuChoBo und des Männerchores im wirkungsvollen Wechselgesang vom Chorraum und der Empore erklingend. Herzerfrischend und begeisternd dann der Kinderchor, bei dem die Jüngsten des Liederkranzes Bolstern mit „Doch ich muss warten“ eindrücklich in Text und Mimik die Wartezeit bis Heilig Abend besangen, um dann den „Hunderttausend Weihnachtsbäumen“ zu huldigen. Beeindruckend mit welcher Selbstverständlichkeit die Kinder auch beim Spiritual „Rock my soul“ und dem modernen spanischen „Feliz Navidad“ mit fremdsprachlichem Text und den Rhythmen umgingen. Bei dem traditionellen spanischen Weihnachtslied „Zumba, zumba welch ein Singen“ von den Kindern und dem Frauenchor, spürte man, wie der Rhythmus auch die Zuhörer erfasste.

 

Ganz anders dann die maskulinen Töne des Männerchores aus den Höhen der Empore erklingend. Mit dem „Jetzt fangen wir zu singen an“ aus der Salzburger Herbergssuche, dem besinnlichen und stimmig gesungenen „Adventsjodler“ und dem die Vorfreude auf Weihnachten ausdrückenden „Adventslied“ sowie das „Still liegen Bethlehems Fluren“ des Aulendorfer Komponisten Hugo Halt bewiesen die Sänger um Chorleiterin Ursula Jankowski, dass auch kleine Formationen für Gänsehautmomente  sorgen können.

 

Strahlende Soprane, sichere Altstimmen und die Tenöre und Bässe als tragendes Fundament so präsentierte sich der „DeJuChoBo“, der stimmlich gut besetzt diesen ersten Auftritt nach Corona glänzend meisterte. Vom rhythmischen Fingerschnippen über die Einzelstimmen aufbauend bis zum raumfüllenden Finale brachten die Sängerinnen und Sänger um Chorleiterin Ulrike Keßler beim „Calypso Gloria“ etwas warme karibische Sonne in die Kälte dieses Wintertages. Endgültig auf Weihnachten zusteuernd,  dann das stimmungsvolle und hoffnunggebende „Frieden fängt im Herzen an“ und das bekannte „Winterwonderland“. Mit „Fest der Freude“ ein moderner Titel zur Weihnacht vom DeJuChoBo und dem Kinderchor stimmig interpretiert, endete dieses abwechslungsreiche, Herz und Gemüt anregende Adventssingen. Wohl selten erklang das gemeinsam gesungene „O du fröhliche“, bei dem die Frauenstimmen mit dem „Gloria in excelsis deo“ den strahlenden Kontrapunkt setzten, so volumenreich und andächtig.

 

Am Ende gab es den Dank der Vorsitzenden Manuela Wiese, insbesondere den beiden Chorleiterinnen Ulrike Keßler und Ursula Jankowski, die zusätzlich noch an Orgel und E-Piano für den instrumentalen Teil des Nachmittags verantwortlich zeichnete. Begeisterter Beifall und wohlgefüllte Spendenkörbchen waren der Dank des Publikums an die vorbildliche Gemeinschaftsleistung der drei Chöre. Diese bedankten sich mit einem sympathischen Weihnachtsgruß und  als Gastgeber beim gemütlichen Beisammensein bei Glühwein und weihnachtlichen Leckereien auf dem Dorfplatz.

Eine besondere Überraschung hatte der Nachmittag für Roland Burth parat. Da dies der erste öffentliche Auftritt seit Corona war, nutze die Vorsitzende Manuela Wiese das Konzert, ihren Vorgänger Roland Burth für seine 20jährigen Verdienste als Vorsitzender mit der Urkunde als Ehrenvorsitzender auszuzeichnen.

DSC02796.jpeg
DSC02800.jpeg
IMG_8388(1).jpeg
bottom of page